Freundschafts- und Wettkampfbegegnung in Nakskov/Dänemark
Schon im Januar geplant aber wegen Schnee- und Eischaos abgesagt, war es jetzt soweit, der Rückwettkampf gegen die dänischen Turnfreunde aus Nakskov stand an. Mit Kleinbus und Ostseefähre ging es gen Dänemark.
Im Vorfeld gab es einige Stolpersteine aus dem Weg zu räumen. Die Anmietung von zwei Kleinbussen bei der Partnerfirma des Berliner Turnerbundes stellte sich als Problembeladen dar. Die ersten Worte der Filialleiterin in der Albrechtstr. die mir entgegenschlugen waren „Tür zu „!! Es folgten unzählige Mails, Faxe und Telefonate von unserer Geschäftsstelle und mir. Erst als Jens Uwe Kunze, Geschäftsführer des Turnerbundes eingriff lief alles wie geschmiert. Danke!
Wer letztlich in der VfL-Jungenmannschaft mitfahren würde und damit auch verbunden welche Trainer und Betreuer, war bis wenige Tage vor der Fahrt sehr unsicher
An dieser Stelle sei Gerd Kulke ein besonderer Dank ausgesprochen, der sich kurzfristig bereit erklärte den zweiten Kleinbus mit unseren Aktiven zu fahren.
Die beiden VW-Transporter hatten beide zusammen knapp 5000km auf der „Uhr „, also so gut wie neu. Es machte wirklich Spaß sie zu fahren und gab auch allen ein sicheres Gefühl.
Am Freitag, den 11.06.2010 ging es pünktlich um 15.00 Uhr von der Schweizerhof-Turnhalle los. In Reinickendorf stieg dann Tanja zu (ein Glück, sie hatte die Verpflegungsreserven), leider brauchten wir bis dorthin schon einmal eine Stunde. Weiter ging`s, kurz vor Dosse dann eine Bewegungspause. Dann der Abzweig nach Rostock und dann...............8 Km Stau!!
Die Zeit rannte uns davon, die Fähre fuhr um 19.00 Uhr ab, Einschecken um 18.30 Uhr!
Stauende, wir hatten noch 70 Km vor uns und 50 Minuten Zeit, sollte man schaffen. 34 Km vor Rostock Donnerplatzregen also runter vom Gas, Sicherheit geht vor. Noch 27 Km und die Autouhr zeigte 18.31 Uhr. Frage an Tanja, „ –Geht die Autouhr eigentlich richtig?“ Nein, es war schon 18.46 Uhr, nicht zu schaffen aber trotzdem dranbleiben, man weiß ja nie......
Rostock Überseehafen, vor uns der Liniebus nach Kopenhagen, der will doch auch noch die Fähre bekommen???!!! Hoffnung!!
19.03 Uhr am Check In, vor uns ein Däne der mit Kreditkarte bezahlte, drei Versuche dann klappte es endlich.
Jetzt wir, erste Frage, klappt die Passage noch?? Glück gehabt, die Fähre hatte Verspätung und ist noch da, für uns und den Linienbus!!!
Entspannung auf der Fähre, Gerd, Tanja, Sascha und ich nahmen trotz Verpflegungsreserven einen Imbiss und einen schönen Kaffee. Die Kinder eroberten in Kleinstgruppen die Fähre.
Kurz vor 21.00 Uhr dann Eintreffen in Geedser und weiter Richtung Nyköbing, dann schwenkt links auf die Insel Lolland. Wir hätten den bequemen Weg über die Strasse 9 nehmen können, fuhren aber über die Dörfer, nicht zuletzt um ersten Kontakt mit der Inseljugend aufzunehmen um nach dem Weg zu fragen. Wäre eine Kreuzung weiter nicht mehr nötig gewesen, Hinweisschild 21 km bis Nakskov.
22.05 Ankunft am Vereinsheim in Nakskov. Einige Gasteltern waren schon da, die anderen kamen nach wenigen Minuten. Begrüßung, noch etwas scheu und schüchtern, alle!!
Dann Verteilung auf die Familien!!! Spannung wo und wie ist man untergebracht. An dieser Stelle sei erwähnt, die dänischen Gastfamilien waren Spitze und haben sich größte Mühe gegeben. Die Herzlichkeit war wirklich spürbar. Ich denke, dass alle sich sehr wohl gefühlt haben!!
Zu den Quartieren, Gerd und ich wohnten auf einer Baustelle, das Haus von Trainer Alex wurde gerade umgebaut. Sascha bezog ein rosarotes Zimmer, von der jüngsten Tochter der Gastfamilie. So hatte wohl jeder sein Erlebnis.
Samstag, 12.06. 2010, 10.30 ‚Einturnen.
Da ich der Einzige war, der von vielen Besuchen und Trainingslagern die Turnhalle in Nakskov kannte, war ich nicht erstaunt, das unsere Mädchen und Jungen und unsere Betreuer erst einmal über diese schöne und zweckmäßige Halle begeistert waren. Ja, hier geht man gerne zum Training !!! Auch immer wieder Eindrucksvoll die vielen großen Bilder von den Turnerfolgen der Nakskover Turner und Turnerinnen!
Übrigens, der Jahresbeitrag für die Wettkampfriegen beläuft sich in Nakskov auf umgerechnet 600 Euro p.P. im Jahr.
Der Wettkampf verlief in einer außerordentlichen harmonischen Stimmung. Die Bewertungsrichtlinien wurden vorher abgesprochen. Die Dänen stellten die Kampfrichter, die sich sehr neutral gaben. Die Mädchen turnten ihre Kürübungen aus den Ligawettkämpfen, die Jungen hatten eine Kür am Boden bekommen und sollten sonst ihre Pflichtübungen zeigen. Während des Wettkampfes kamen die jungen Turner auf die Idee an den Geräten noch das eine oder andere Teil mit einzubauen. Natürlich gerne, nur zu.
Wettkampfende und Siegerehrung.
Die Mädchen des VfL Zehlendorf e.V. Berlin gewannen den Mannschaftsvergleich und stellen mit Marlena Soltmann auch die Einzelsiegerin!!!
Die Jungen belegte den 2. Rang, konnten aber mit Valentin Reihl den 3. Platz der Einzelwertung erturnen!!!
Ein schöner Erfolg für alle VfL-Aktiven. Nachstehend die Wettkampfergebnisse.
Nach der Siegerehrung ging es dann zum Mittagessen in die Familien. Danach besuchten die Kinder ein MultiKultiStadtteilfest.
Ich stattete dem Begründer des Turnens in Nakskov, Nils Erik Bertelsen, an seinem Grab einen Ehrenbesuch ab.
18.30 Uhr dann Treffen im Vereinsheim zum geselligen Teil. Die Eltern hatten ein wirklich super schmackhaftes Buffet gezaubert. Getränke waren bereitgestellt und Musik wurde aufgelegt. Nur, die Tanzkarten fehlten. Na ja, wie waren zu Gast, so ist es im Leben.
Der Kontakt der schon fast Jugendlichen kam nicht so ganz richtig in Gang. Gerne hätte man Lars, Soeren, Nils, Palle kennen gelernt. Habe ich da jemanden vergessen ?????
Die Runde der Trainer und Eltern war von internationaler Besetzung. Neben natürlich Deutschen und Dänen saßen auch Belgierer, Österreicher und Polen am Tisch. Eine nette Versammlung!!
Am Sonntag haben wir um 10.30 Uhr ein gemeinsames Training vereinbart. Jeder sollte machen wozu er gerne Lust hatte. Es begann mit einem gemeinsamen Spiel.
Danach in die vielen Gruben, auf das große Trampolin und in den Krafttrainingsraum. Als dann Andreas (Trainer der dänischen Mädchen ) das Air-Krefft aufblies, ging es los. Da wollte jeder sein Bestes geben und auch das Unmögliche versuchen. Man stelle sich eine ca. 16 Meter lange und entsprechend breite Luftmatratze vor. Da fliegt man fast von allein durch die Luft. Es war ein riesen Spaß und ein Motivationsschub!!
13.30 Uhr dann Verabschiedung von unseren dänischen Turnfreunden und Abreise nach Berlin. Die Fähre hatte den Namen „Prinz Joachim”, na dann kann ja nun kaum noch etwas schief laufen. So war es dann auch, glückliches und pünktliches Eintreffen an der Schweizerhof-Turnhalle.
Übergabe der Kinder an die Eltern, dann ab zur Tankstelle die Busse voll tanken, über 150 Liter!!! Nächsten Tag –Busse wieder abgeben und dann Fahrtenbericht schreiben, geschehen!!!
Ich hoffe, es hatten Alle Spaß ??? Ich freue mich schon auf den Gegenbesuch 2011!!
Tüsend Tak
Andreas Waldera












