Erlebnis-Bericht von der VfL Zehlendorf-Fahrt nach Soltau oder:
„Katharina, wann ist endlich die Soltaufahrt“

Katharina Wagner | 30.09.2011

Ehrlich gesagt, keine Ahnung. Aber dann hatte ich eine: am 10 September mit Übernachtung, ging es ins heissbegehrte vielerprobte Soltau. Aufgrund der vielen Termine, die unser umtriebiger Turnwart wahrnimmt, kam es diesmal zu einer Überschneidung mit den Berliner Meisterschaften. Dass Arbeit vor Vergnügen geht, ist wohl jedem klar und da war meine Chance gekommen. Der Vergnügungspark Soltau ist inzwischen Dank TV Werbung auch mir ein Begriff.

Wer „Krake“ fährt, bekommt grüne Zähne: Dieses neue Superfahrgeschäft hat mit Berliner Schaustellergeschäften nur Ähnlichkeiten in Höhe und Dramatik, so kam es mir vor –und das hat sich live bestätigt! Unterstützt von alten Hasen, was diese legendäre Fahrt betrifft (Gerd, Ronny und Rabea) debütierten Edgar und ich. Morgens zu dunkler stiller Stunde trafen wir uns um halb sechs vor der Schweizerhof-Grundschule. Die Abfahrtszeit war auf 6 Uhr terminiert, genau meine Zeit! Mit Liste bewaffnet wurden Kommende und Nichtkommende angekreuzt und gekringelt. Unsere Gemächlichkeit übertrug sich auf den Busfahrer - zum Glück für eine jungendliche Turnerin, die mit halbstundiger Verspätung und quietschenden Reifen noch aus dem Auto spikte, um uns zu begleiten.

Die Fahrt verlief vorschriftsmäßig und an der ersten und einzigen Raststätte trafen wir, zum Glück für die Mädchenwelt, vor den Herthabussen ein. Netterweise hatte Andreas sogar an eine Wetterprognose gedacht, die wir dann mit anderen Weissagungen diskutieren konnten. Es bestätigte sich, wenn Engel reisen, geht die Sonne auf. Angekommen und mit Eintrittskarten und Essencoupons ausgestattet, teilten sich Betreuer mit Kindern in Gruppen und so manches Mal, beim Schlange stehen, tropfte der Schweiss. Zum Glück, waren wir nicht in Montur mit Gummihosen und Sweatshirts, wie die Teams der freiwilligen Feuerwehr, deren Ausflug auch hierher führte! Wildwasserbahn und Moutainrafting sind wahrlich harmlose Vergnügen und auch meines Alters tauglich; Colossos, Scream, besagte Krake und wie sie auch alle heissen mögen, sind Spaßfaktoren je nach Persönlichkeit. Zum Glück gibt es Alters und Körpergrössen Beschränkungen, sonst hätten meine „Kleinen“ mich wohl zu Untaten überzeugt.

Ich komme nicht umhin, den Park doch als erstaunlich ansprechend empfunden zu haben und ein zweiter Tag hätte wohl einigen gefallen, man schafft tatsächlich nicht alles, da das Warten doch Teil des Vergnügens ist. Treffpunkt am Ausgang war 18 Uhr, mea culpa , wir waren zu spät. Wer kann dem „Bitte, bitte, noch ein mal“ schon wiederstehen.

Angekommen im Heuhotel, wurde mir der Weg  von den Experten gezeigt. Der Grill war schon angezündet, die Schlafplätze wurden unter einander ausgemacht und der Spielplatz im Anschluss schnellstens okkupiert. Ein wahrlich hübsches Gelände, mit Reet gedeckter Scheune, Pferden, dicken Miezen, die gewöhnt sind, dass man sie füttert, Teich, Trauungsscheune. Am nächsen Morgen war überpünktlich Abfahrt, ohne Stau und Regen, und wir erreichten Berlin schon vor einigen Eltern. Ich hoffe, alle hatten soviel Spass, wie ich, doch eigentlich bin ich mir sogar ziemlich sicher!!!! Danke dem Team. Ich habe jeden von Euch gebraucht!! Danke den Kindern und Jugendlichen- ihr wart pflegeleicht, wie man neudeutsch sagt und Danke Andreas. Lets rollercoast again.