Herbsttrainingslager der Wettkampfriegen und RSG-Mädchen 2009 in Nysa
In der Zeit vom 24.10.-30.10.09 fand das alljährliche Herbsttrainingslager statt. Zum zweiten Mal waren auch Mädchen von der RSG dabei. Erstmalig führte uns die Fahrt uns Ausland. Wir folgten einer Empfehlung eines befreundeten Trainers und wir buchten das Sportzentrum in Nysa/Polen.
Schon in den Vorbereitungen für diese Trainingswoche konnten wir erahnen, dass es ein gewisses Abenteuer werden würde. Die Kommunikation im Vorfeld übernahm Lila, die Mutti von Ralf, die als gebürtige Polin uns eine große Hilfe war. Als sie dann auch noch die Zusage gab, die Woche nach Nysa mitzukommen, konnten wir aufatmen. Vorort konnte niemand Deutsch oder Englisch. Ein wenig Französisch wurde angeboten. Ein Glück das Lila dabei war !!!
Bevor es los ging, am Abfahrtsort Schweizerhof Grundschule, kam noch die Polizei und überprüfte den Bus. Dies war der Wunsch einiger Eltern, dem wir gerne nachkamen. Das wirklich sehr nette Busfahrerehepaar nahm dies gelassen und es gab auch nichts zu beanstanden.
Die Fahrt ging nun zügig in Richtung polnischer Grenze los und bald war diese auch erreicht. Dahinter kam nun die erste Überraschung. Ca 50km lang war die Autobahn in einem Zustand die nur eine Geschwindigkeit von 60 km/h zuließ.
Nach ca. einer Stunde steuerten wir den ersten Rastplatz an. Hier die zweite Überraschung, es gab keinen Strom und die Tankstelle nebst Toiletten funktionierten nicht. Die fliegenden Händler mit ihren Hütten hatten die Grills mit Holzkohle angeworfen und es roch .....wie auch immer. Valentin war mutig und kaufte sich eine „Riesenbratwurst“.
Weiter ging es Richtung Breslau, kurz dahinter verließen wir für ca. 40 km die Autobahn. Wir kamen durch Dörfer und fühlten uns mindestens 50.Jahre zurückversetzt. Vieles sah sehr verlassen und zerstört aus.
In Nysa, früher Neisse, angekommen, fanden wir auch recht schnell den Sportkomplex und ein Teil der Gruppe bezog Quartier im Schulhotel (besser Sportlerübernachtungsstätte), der andere Teil im ca. 8 Minuten Fußweg entfernten Motel. Diesen Fußweg musste nun ein Teil der Gruppe täglich mehrmals zurücklegen, verbunden mit erhöhter Aufmerksamkeit der Betreuer, führte doch dieser Weg an einer sehr stark befahrenden Hauptverkehrsstraße entlang. Gerd und ich zählten einmal in einer ¼ Stunde 24 LKWs.
Diese räumliche Entfernung ließen gemeinsame Gruppenabende, mit Ausnahme der Abschiedsparty, nicht zu.
Das Training fand in zwei Sporthallen mit festen Geräten und Schnipselgruben statt. Hier konnten wir die Woche über ein sehr intensives Training anbieten. Der Kontakt zu den polnischen Trainingsgruppen kam nur schwer in Gang, zum Ende hin immerhin mit Begrüßung per Handschlag.
Das Training selbst fand überwiegend in den einzelnen Trainingsgruppen statt und wie ich im Gespräch erfuhr, waren fast alle Trainer mit den Vorschritten und Ergebnisse ihrer Aktiven zufrieden.
Die Verpflegung fand in der Schulkantine statt. Hier mussten wir auf vielleicht gewohnten Standard Abstriche machen. Das Frühstück und das Abendbrot waren durchaus ausreichend, leider aber keinerlei Abwechslung. Zum Mittagessen gab es immer ein Vorsüppchen, so bei uns halt nicht unbedingt üblich. Die Hauptspeisen waren schmackhaft, wurden in recht kleinen Portionen gereicht, man konnte jedoch immer Nachschlag holen.
Lila und Gerd holten dann bei ihren Einkäufen für die Gruppe frisches Obst und Riegel, die wir in den Nachmittagspausen verzehrten. Die Abschiedsparty war wie immer ein Ereignis und die beliebten Tanzkarten wurden mir wieder aus den Händen gerissen. Die Rückfahrt begann pünktlich und wir kamen überpünktlich in Berlin an. Fazit der Fahrt, sportlich konnten wir uns „austoben“, rundherum Erfahrungen sammeln und verwerten. Zwei Quartiere für eine Gruppe erwiesen nicht als sehr glücklich. Zumindest der Schreiber kann jetzt besser die uns bekannte Lebensqualität schätzen!!
Allen Helfern und Trainern dieser Fahrt gilt mein besonderer Dank für Euren Einsatz. Danke !!!!




































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