Turncamp in Treuenbrietzen 2009

Andreas Waldera | 26.09.2009



Anknüpfend an eine erste Begegnung zwischen Treuenbrietzener und Berliner
Sportlern im letzten Herbst startete in diesem August ein Zug mit neun jungen
Turnern aus Berlin - Wannsee Richtung Fläming. Es waren nicht ganz die gleichen
Sportler, diesmal nahmen Turner der TiB und vom VfL Zehlendorf teil, und auch
das Gepäck war diesmal etwas anders zusammen gestellt. Schließlich sollte
diesmal gezeltet werden und zwar im Freibad Treuenbrietzen.

Am Bahnhof Treuenbrietzen angekommen, erwartete uns bereits ein Auto für das
Gepäck, denn der große Koffer, der Sportrucksack und dann noch das Zelt samt
Schlafsack und Isomatte, das wäre wohl für manch einen der 8- bis 10-jährigen
Teilnehmer zu viel gewesen.

Im Freibad hieß es zunächst Pflicht, die Zelte mussten schließlich aufgebaut
werden und dann Kür, es konnte ausgiebig gebadet werden. Die Zelte waren im Nu
aufgebaut und auch die zehn Treuenbrietzener erwiesen sich beim Zeltaufbau als
sehr geschickt. Lediglich zwei der Berliner Übungsleiter hatten mit dem Aufbau
ihre Probleme. Nur ein Vater, der das Elend nicht mehr ansehen konnte, sicherte
den beiden ihren Schlafplatz.
Die Rahmenbedingungen waren ideal. Küche und Toiletten standen zur Verfügung
und auch ein "Kofferraum" (eigentlich ein Umkleideraum, der nun aber auch unsere
Koffer beherbergte) konnte genutzt werden. Für das leibliche Wohl sorgte zum
einen die Imbissbetreiberin des Freibades, die uns mit Nudeln, Salat, Würsten
und Kartoffelpuffern verwöhnte. Auch war ihr kein Extrawunsch zu viel. Sogar
Geflügelwürstchen wurden besorgt, weil nicht alle Teilnehmer Schweinefleisch
essen durften bzw. wollten. Zum anderen kümmerten sich Heinke Wölfling und
Andreas Waldera (beide aus Berlin) liebevoll um unsere Mägen, erledigten fast
alle Einkäufe und lieferten sogar die Getränke bis in die Turnhalle. Aufgefüllt
wurde unser reichhaltiger Speiseplan noch mit Essenspenden aus verschiedenen
Treuenbrietzener Gärten, besonders lecker waren die Pflaumen und Äpfel die
Katrin Päpkes Familie regelmäßig frisch nachlieferte. Aber auch die Kühlschränke
der Anwohner wurden mal geplündert, wenn zum Frühstück ein Margarineengpass
bestand.
Aber im Mittelpunkt stand natürlich das Sportprogramm. So begann jeder Tag mit
einer Joggingtour entlang des Pauckertrings, diese ringförmige Parkanlage
empfindet den Verlauf der Stadtmauer von Treuenbrietzen nach. Unterwegs wurden
noch frische Brötchen besorgt und dann ging an den Frühstückstisch. Oft
erwartete uns schon Kaffee und Kakao, wenn wir vom Frühsport zurück waren.
Weiter ging es im Programm mit Schwimmen, denn zeitgleich zum Camp fand im
Freibad halbtags das Schwimmtraining des TSV Treuenbrietzen statt, die uns gerne
haben mitschwimmen lassen. Auch hatten vier Teilnehmer die Möglichkeit in der
kurzen Zeit ihren Freischwimmer (Bronze) zu machen.
Dann ging es in die Turnhalle. Über zehn Übungsleiter und Helfer haben sich am
gelingen der Trainingseinheiten beteiligt und für ein abwechslungsreiches Programm gesorgt. So gab es neben dem Turntraining und den obligatorischen Ballspielen unter anderem auch mal Step-Aerobic oder Partnerakrobatik, um in Schwung zu kommen. Ein Höhepunkt war sicher auch diesmal mit Angelina Wiemann (Berlin) an der Longe unter der Hallendecke zu schweben.
Auch neue turnerische Schwierigkeiten wurden angegangen. Die Sportler konnten
beispielsweise einen Saltoabgang am Stufenbarren erlernen.
Auch die Abende wurden vielseitig gestaltet. Neben einer Wanderung in der
Abenddämmerung plus Fangespielen im kniehohen Gras, gab es einen Kurzfilmabend,
einen Spieleabend im Casino Wölfling und natürlich einen großen Abschiedsabend
mit Grillen und Musik.
Kein Wunder, dass bei so viel Programm die fünf Tage wie im Flug vergangen sind.
Am Ende wurden noch Adressen ausgetauscht und Postkarten in Aussicht gestellt
und dann ging es schon wieder zurück zum Bahnhof für die Berliner. Die Ersten
träumen schon vom nächsten Sommer und vielleicht gibt es ein Wiedersehen im
Herbst.
Ein Dank noch mal an die vielen Helfer, ohne die der bequeme Ablauf nicht
möglich gewesen wäre:
Angelina, Katrin (alle, die sich abgesprochen fühlen), Marco, Heinke, Anja,
Andreas, Lore, Ina, Rüdiger, Susi, Sascha, die Rettungsschwimmer vom Freibad,
die Stadtverwaltung Treuenbrietzen.

S.W.