3. Turncamp in Treuenbrietzen 3.-7.8.2011

Sascha Werner | 24.09.2011

Inzwischen kann man es schon fast eine Tradition nennen, auch in diesem Jahr gab es wieder ein Turncamp in Treuenbrietzen. Seit inzwischen drei Jahren packen Kinder des VfL ihre Schlafsäcke und Luftmatratzen und machen sich auf den Weg ins Ferne Treuenbrietzen. Dieses idyllische Nest im Süden von Berlin, weniger als eine Autostunde entfernt, bietet es uns ideale Bedingungen, um Sport zu machen, Abenteuer zu erleben und die Seele baumeln zu lassen. Elf Kinder und drei Trainer hatten also ihre Taschen gepackt und trafen sich in Wannsee am Bahnhof, um von dort aus mit der Regionalbahn in den Fläming zu fahren.

Und dieses Mal sollte alles stimmen. Wie in keinem Jahr zuvor bildeten die Treuenbrietzener, die Berliner Kinder eine tolle Einheit, die Erwachsenen arbeiteten Hand in Hand für einen reibungslosen Ablauf und sogar Petrus schien gefallen an unserer Aktion zu haben, denn das Wetter war herrlich wie selten in diesem Sommer.
Viel hatten wir uns wieder vorgenommen. Direkt am Ankunftstag mussten natürlich erstmal die Zelte aufgebaut und eingerichtet werden. Auch in diesem Jahr stellte uns die Stadt Treuenbrietzen das Freibad als Campingplatz zur Verfügung. Im Anschluss wurde das Wasser angetestet. Nach einen leckeren Abendessen ging es dann frisch gestärkt auf Kennenlerntour. Schließlich sollten möglichst schnell die neuen Namen gelernt werden. Und davon gab es nicht gerade wenig, denn auch die Treuenbrietzener kamen mit elf Kindern und drei Betreuern.

Der erste Morgen begann dann viel zu früh. Einige Kinder hatten bereits gegen fünf Uhr entschieden, dass die Nacht vorbei sei und schreckten auch nicht davor zurück, ihre Entscheidung allen anderen mitzuteilen. Dank eines ausgiebigen Sportprogramms sollte das aber nicht noch einmal vorkommen. Sport beschränkte sich auch in diesem Jahr natürlich nicht nur auf Turnen. Begonnen wurden die Tage erstmal mit einem kleinen Dauerlauf, der beim Bäcker enden sollte, so dass für die frischen Brötchen zum Frühstück gesorgt war. Nach der Stärkung ging es dann unter fachkundiger Anleitung ins Wasser. Der TSV Treuenbrietzen ließ uns nämlich auch diesmal wieder am alljährlichen Schwimmtraininglager teilhaben. Und für einige Berliner sollte sich das auch auszahlen in Form von Seepferdchen, Bronze und Silber als Aufnäher für die Badehose bzw.  den Badeanzug.

Am Nachmittag wurde dann geturnt. Und da war in diesem Jahr ein anspruchsvolles Programm zusammen gestellt worden. Es wurde alles aufgebaut, was die Mehrzweckhalle der Stadt an Turngeräte zu bieten hat. Und ganz nebenbei wurde auch noch ein kleines Schauprogramm für den letzten Tag zusammen geschustert.

Und wer angestrengt turnt, hat sich einen tollen Ausklang des Tages mehr als verdient. Jeder Abend sollte eine andere Abwechslung bieten. Wir machten einen Ausflug in die afrikanische Savanne,  wenn auch nur im Freiluftkino, wir spielten ausgelassen Pantomime, wir besichtigten das historische Gildenhaus der Stadt und genossen Stockkuchen am Lagerfeuer. Der Samstagnachmittag wurde nach dem straffen Programm der letzten Tage dann einfach zum Gammeln freigegeben. Die Sonne lud uns einfach immer wieder dazu ein, noch eine Runde ins Wasser zu gehen. Selbst der ein oder andere wasserscheue Trainer soll im Becken gesehen worden sein.

Viel zu schnell sollten unsere Tage in Treuenbrietzen auch wieder gezählt sein. Am Sonntag dann fanden sich Treuenbrietzener und Berliner Eltern in der Stadthalle ein und bestaunten, was die Kinder über die Zeit einstudiert hatten. Danach ging es dann zum Grillen ins Freibad, wo auch die Berliner einmal eine Chance hatten, zu sehen, wie die Kinder ihre Zeit verbracht hatten, bevor alle wieder die Heimreise antreten mussten.

Abschließend möchte ich mich bedanken bei Astrid, die liebevoll und vielseitig für unser leibliches Wohl gesorgt hat, bei Anja, für den Enthusiasmus und Feuereifer, mit dem sie jedes Jahr wieder dabei ist, bei Maria für die Klarheit, mit der sie das Turntraining geleitet hat, bei Katharina für die vielen kreativen Ideen, die vielleicht den Unterschied zu einem normalen Trainingslager gemacht haben und vor allem bei Katrin für die Organisation, die vor Ort das Camp überhaupt immer wieder möglich macht.