23. Treuenbrietzener Turnfest und wir waren dabei

Sascha Werner | 24.09.2011

Schon im zweiten Jahr in Folge starten VfLer beim Turnfest in Treuenbrietzen. Anders als im letzten Jahr reisten wir aber diesmal in einer ansehnlichen Gruppe von zehn Aktiven und einem Betreuer an.
Für einige von uns begann der Wettkampf schon am Freitag Nachmittag mit einer unvorhergesehenen Schwierigkeit in der Form von Schienenersatzverkehr. Anstelle von einer niedlichen Regionalbahn mussten wir uns in einen Reisebus zwängen, der zu allem Überfluss auch noch zu einer anderen Abfahrtszeit als der Zug losfuhr. In Treuenbrietzen angekommen, hatten wir dann aber als erste die Wahl des Klassenraums, in dem wir die nächsten zwei Nächte verbringen sollten, denn die Aktiven werden jedes Jahr im örtlichen Gymnasium untergebracht. Nachdem alle Luftmatratzen aufgeblasen und Schlafsäcke ausgerollt waren, starteten wir in die Innenstadt. Denn auch in diesem Jahr fielen die „Treuenbrietzener Lange Nacht des Shoppings“ und das Turnfest auf das gleiche Wochenende. Geschäfte, Galerien und Museen hatten bis weit in die Nacht geöffnet und luden zum Verweilen ein. Das haben wir natürlich ausgiebig genutzt und auch die Gastronomie wurde ausgetestet.

Am nächsten Morgen gab es (viel zu früh) ein etwas karges Frühstück und dann hieß es auch schon Einturnen. Um 10 Uhr begann der Wettkampf. Ein Sieben-Kampf, der neben drei Turndisziplinen auch immer drei Disziplinen aus der Leichtathletik und 50 m Schwimmen einschließt. Für die Herren stand in diesem Jahr der Parallelbarren, das Reck und der Sprung auf dem Programm. Die Frauen wagten sich an Balken, Stufenbarren und Sprung. Draußen ging es dann für alle weiter mit 100 m Sprint, Standschlussweitsprung (wir lernen jedes Jahr auch noch neue Disziplinen kennen) und Schleuderball. Abgeschlossen wurde der Wettkampf schließlich im erfrischenden Nass. Und blamiert haben wir uns nicht. Mit Rabea Feierabend, Sven Müller und Sascha Werner stellte der VfL drei Treuenbrietzener Turnfestsieger. Darüber wurden von Felix Engelke, Robin Chemnitz und Edgar Zorn Podiumsplätze erkämpft.

Dieses Jahr sollte im Rahmen des Turnfestes ein Geburtstag zelebriert werden. Der Männerturnverein Treuenbrietzen wurde nämlich 150 Jahre alt. Ursprünglich war der Name noch Programm, inzwischen ist der 1861 gegründete Verein aber für alle Freunden der Turnkunst offen.  Aus diesem Grund gab es in diesem Jahr auch einen zusätzlichen Punkt im Ablaufplan des Turnfestes – ein Schauprogramm. Durch die kleine Show führte der Geschäftsführer des Märkischen Turnerbundes, Rolf Lorenz und es gab einiges zu sehen. Neben diversen lokalen Gruppen waren auch die Trainer der Turntalentschule in Potsdam mit ihren Schützlingen angereist und beeindruckten das Publikum mit ihrem Können.

Am Nachmittag ging es dann mehr oder weniger sportlich weiter mit dem ebenso inzwischen traditionellen Spaßmannschaftswettkampf, der in diesem Jahr „Springen im Strom“ und die alljährliche Bierstaffel umfasste. Vermutlich kann sich jeder sofort etwas unter einer Bierstaffel, für die jüngeren Semester natürlich Malzbier, vorstellen, aber „Springen im Strom“ mussten wir auch erst lernen. Gemeint ist das gemeinsame Absolvieren eines Sprungparcours aus Pferd, Mini-Tramp und Kasten, der von allen Aktiven in der gleichen Weise möglichst synchron und in der gleichen Weise zu durchqueren ist. Leider konnten wir hier nicht an unsere Erfolge vom Vormittag anknüpfen, auch wenn so manches ungeahnte Talent zum Vorschein kam.

Am Abend wurden dann bei der Turnfestparty die einzelnen Disziplinen ausgewertet, Trainingspläne für das nächste Jahr geschmiedet, die Erfolge angemessen begossen und eine heiße Sohle aufs Parkett gelegt, bevor es dann zu später Stunde wieder zurück in die Quartiere ging. Der nächste Morgen kam dann auch wieder viel zu früh, aber die lange Heimreise bot viel Zeit zum Entspannen. Und eines ist klar: Treuenbrietzen, wir kommen wieder!